Digitale Amnesie
In der digitalen Gesellschaft geht immer mehr Wissen verloren. KI könnte das Problem verschärfen und zu einem „Wissenskollaps“ führen, warnen Forscher.
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Weinende Kinder an der amerikanisch-mexikanischen Grenze und das Pochen der CSU auf ein Recht auf Zurückweisung sind nur die jüngsten Beispiele einer sich weltweit verschärfenden Abschottungspolitik. Wendy Brown, eine der einflussreichsten Intellektuellen der USA, über die letzten Zuckungen nationaler Souveränität und die menschliche Sehnsucht nach Einhegung
Julian Nida-Rümelin: „Der Kern des Digitalen Humanismus besteht in der Kritik des Animismus und der des Mechanismus“
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Fehlgeleitete Kritik aus Berlin
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Das zerstreute Ich
Unser Alltag wird zunehmend von Unterbrechungen und Multiasking bestimmt. Im Dauerfeuer der medialen reize fällt es immer schwerer, auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Die anzahl der ADHS-Diagnosen steigt ebenso kontinuierlich an wie jene der burnout-Diagnosen. Sind die fliehkräfte des digitalen Kapitalismus im begriff, neben dem alltag auch unser Innerstes zu zerreißen? Doch was wissen wir eigentlich über die wahre Gestalt des menschlichen bewusstseins? Ist unser Denken womöglich von Natur auf permanente zerstreuung angelegt? Stellt das dezentrierte Ich sogar utopische Perspektiven einer neuen, intensiveren Daseinsform in aussicht?
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Netzlese
Fünf philosophische Lesetipps für den Sonntag. Diesmal mit einer Analyse der Anti-Infektionsschutzdemos mithilfe John Lockes, Judith Butler im Interview über J.K. Rowling und transfeindlichen Feminismus, die Rolle der Landbevölkerung bei der Einführung linearer Zeitvorstellungen im Zuge der Aufklärung, einem Plädoyer für die Besteuerung des digitalen Mehrwerts sowie einer langen Nacht über Walter Benjamin.