Weltbeziehungen

Die Gewalt der religiösen Gefühle

Hartmut Rosa veröffentlicht am 3 min

Im Gefolge der Terroranschläge von Paris war viel von "religiösen Gefühlen" die Rede. Was ist das besondere an ihnen?

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Fünf Klicktipps für den Sonntag. Diesmal mit Andreas Reckwitz über den Populismus, „Logic Guys“, dem Zusammenhang von Vernunft und Gefühlen, der Benachteiligung von Regenbogenfamilien sowie einer Langen Nacht über Joseph Beuys.

 

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Sein kultureller Einfluss ist nicht zu überschätzen: Martin Luthers Bibelübersetzung bildet den Anfang der deutschen Schriftsprache, seine religiösen Überzeugungen markieren den Beginn einer neuen Lebenshaltung, seine theologischen Traktate legen das Fundament einer neuen Glaubensrichtung. In der Lesart Thea Dorns hat Luther die Deutschen aber vor allem eines gelehrt: das Fürchten. Oder präziser: die Angst. In ihrem brillanten Psychogramm des großen Reformators geht die Schriftstellerin und Philosophin den Urgründen von Luthers Angst nach – und deren uns bis heute prägenden Auswirkungen. 


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Rainer Forst: "Tolerieren können wir nur, was wir falsch finden"

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Was ist Toleranz und wo wäre die Grenze des Tolerierbaren zu ziehen? Rainer Forsts Philosophie zielt ins Zentrum unserer von religiösen und politischen Konflikten geprägten Zeit. Ein Gespräch über Rassismus, Pegida und die heikle Balance zwischen Indifferenz und Duldung


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Trotz der Wucht von Corona und Terroranschlägen leben Menschen erstaunlich gelassen weiter. Schon 1951 beschrieb Theodor W. Adorno, dass Katastrophen Apathie auslösen

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Die Schwarz-Weiß-Falle

Philipp Hübl

Warum Themen wie die Flüchtlingskrise oder Terroranschläge die politische Lagerbildung befeuern.


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Hat Deutschland im Rahmen der Flüchtlingskrise eine besondere historisch bedingte Verantwortung

Aleida Assmann

Während viele Deutsche nach 1945 einen Schlussstrich forderten, der ihnen nach der Nazizeit einen Neubeginn ermöglichen sollte, ist seit den neunziger Jahren in Deutschland eine Erinnerungskultur aufgebaut worden, die die Funktion eines Trennungsstrichs hat. Wir stellen uns der Last dieser Vergangenheit, erkennen die Leiden der Opfer an und übernehmen Verantwortung für die Verbrechen, die im Namen unseres Landes begangen worden sind. Erinnert wird dabei an die Vertreibung, Verfolgung und Ermordung der Juden und anderer ausgegrenzter Minderheiten. Dieser mörderische Plan konnte nur umgesetzt werden, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft damals weggeschaut hat, als die jüdischen Nachbarn gedemütigt, verfolgt, aus ihren Häusern geholt, deportiert wurden und für immer verschwunden sind. Weil den Deutschen über Jahrhunderte hinweg eingeprägt worden war, dass Juden radikal anders sind und eine Bedrohung darstellen, kam es zu diesem unfasslichen kollektiven Aussetzen von Mitgefühl.