In unserer Rubrik Auf einen Blick machen wir Begriffsgeschichte in einem Schaubild verständlich. Diesmal: Neuer Materialismus. Vertreter des Neuen Materialismus lehnen die Unterscheidung von Natur und Kultur, das Primat des Geistes über der Materie und die Sonderposition des Menschen ab. Sie zeigen, dass nicht nur der Mensch, sondern auch Dinge handlungsfähig sind.
Vom Psychiater zum Existenzphilosophen zum politischen Mahner – Karl Jaspers’ intellektuelle Biografie ist die eines Grenzgängers. Die Grenze zieht sich auch als Leitmotiv durch sein Denken; sie ist der Ort, an dem der Mensch sich selbst begegnet.
Seit einer Woche sind die Menschen im Iran von der Außenwelt abgeschnitten. Es ist von starken Repressionen und Massakern angesichts anhaltender Massenproteste gegen das Regime auszugehen. Thomas von der Osten-Sacken erklärt, inwiefern die Proteste sich von bisherigen unterscheiden, und blickt auf die Chancen der iranischen Opposition.
KI droht, Arbeitsleistung radikal zu entwerten und damit unsere Quelle für Wohlstand und Würde zunichtezumachen. Doch zugleich steckt in der Technik das Potenzial für ein freies Leben ohne Lohnarbeit. Es kommt darauf an, die Weichen richtig zu stellen und herauszufinden, woraus Wohlstand und Würde in Zukunft erwachsen können.
Mazviita Chirimuuta: „Neurowissenschaftliche Modelle müssen mit mehr Vorsicht interpretiert werden“
Was, wenn unsere neurowissenschaftlichen Modelle des Gehirns zu vereinfachend sind, um die Realität abzubilden? Zu dieser Lektion der Demut lädt das Buch The Brain Abstracted ein, das in Großbritannien den Preis des Royal Institute of Philosophy gewann. Ein Interview mit dessen Autorin Mazviita Chirimuuta.
Unter jungen Menschen in Deutschland und Europa scheint der christliche Glaube im Trend zu liegen. Bei einigen verbindet sich die Religion mit kulturkonservativen Vorstellungen weiblicher Keuschheit und teilweise auch mit rechtsextremistischem Denken. Eine Spurensuche nach den vielfältigen Gründen der neuen Religionsbegeisterung.
Zeitlebens bewunderte Emmanuel Lévinas Werk und Person Jean-Paul Sartres. Umgekehrt schien sich Sartre nur wenig für Lévinas zu interessieren, auch wenn er diesem einiges zu verdanken hatte. Denn über Lévinas‘ 1930 erschienene Dissertation zu „Husserls Theorie der Anschauung“ fand Sartre ersten Zugang zur Phänomenologie. Heute wäre Lévinas' 120. Geburtstag.