Was darf ich hoffen?

Nummer Nr. 59 - August/September 2021

 

Positive Erwartungen sind risikobehaftet: Was, wenn das, was ich erhoffe, nicht eintritt? Gar alles noch schlimmer kommt? Andererseits: Wenn Furcht jede Hoffnung im Keim erstickt – gäbe es dann noch ein lebenswertes Morgen? Ein Dossier über die Hoffnung, damit die Reise in die Zukunft gelingt. Volle Kraft voraus!

 

Meine Zuversicht

Ob Hoffnungen sich erfüllen, ist mindestens unsicher, manchmal sogar unwahrscheinlich. Wie damit umgehen? Drei Menschen erzählen.
Kommentiert von Fabian Bernhardt.

 

„Ich darf hoffen, wenn ich tue, was ich soll“

Die Titelfrage dieses Dossiers stellte Immanuel Kant am Ende des 18. Jahrhunderts. Was genau hat der große Aufklärer mit ihr gemeint? Und welches Licht wirft Kants Philosophie auf den politischen Umgang mit der Pandemie? Ein Gespräch mit dem Philosophen Otfried Höffe.

 

Und wie hoffen Sie?

Zuversichtlich oder träumerisch, vorausschauend oder mutig: Es gibt grundverschiedene Weisen zu hoffen. Welche entspricht Ihnen? Finden Sie es im Test heraus!

 

Das Morgen stirbt nie

Das Übel der Welt ist oft zum Verzweifeln. Doch wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben – und zwar gerade dann, wenn faktisch nichts für sie spricht. Ein Lehrstück mit Ernst Bloch und Walter Benjamin.

 

„Zu glauben, dass alles schlecht wird, beruhigt“

Die Krise der Demokratie stimmt viele pessimistisch. Ob das auch angebracht ist, beantwortet Jan-Werner Müller im Interview.

 

Das große Glück der unerfüllten Sehnsucht

Hoffnungen sind dazu da, erfüllt zu werden? Die melancholische Hoffnung – auch genannt romantische Liebe – legt das Gegenteil offen: Erfüllte Hoffnungen sind zum Weglaufen. Zum Bleiben bewegt den Melancholiker nur das fortgesetzte Sehnen.



 

Außerdem im Heft:

 

An Krisen wachsen?

Coronakrise, Klimawandel, Rechtspopulismus, Identitätspolitik: Wenn Systeme unter Druck geraten, können sie zerbrechen oder sich produktiv verwandeln. Welchen Weg gehen wir? Ein Gespräch zwischen Svenja Flaßpöhler und Wolfgang Schäuble auf der lit.Cologne 2021.

 

Philosophie des Baumes

Bäume sind unsere Lebensgrundlage. Aber warum erregt ein sterbender Baum Mitleid? Weshalb ritzen Paare ihre Initialen in seinen Stamm? Wieso entzünden sich an ihm Revolutionen? Weil der Baum weit mehr ist als nur ein Spender von Sauerstoff. Der Baum: Das sind wir. Eine Reise zu den Wurzeln unserer Kultur.

 

„Wir müssen uns auf den Ursprung der Boshaftigkeit konzentrieren“

Wie lassen sich Hass und Polarisierung in den sozialen Medien verhindern? Indem wir erkennen, worum es in den erhitzten Debatten eigentlich geht – nämlich um die Verteidigung der Identität. Ein Gespräch mit dem US-amerikanischen Soziologen Chris Bail über sein Polarization Lab und die Plattformen der Zukunft.

 

Foucault und die Selbstsorge

Mit Rückgriff auf die asketischen Praktiken der Antike entdeckte Michel Foucault in der Selbstsorge eine „Ästhetik der Existenz“: Fernab der Unterordnung unter verallgemeinerbare Moral- oder Authentizitätsvorstellungen geht es darum, der eigenen Persönlichkeit eine kunstvolle Form zu geben.

 

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